Water Hygiene Terms
From A for Activated Carbon to Z for Certification – understand the most important technical terms about drinking water, hygiene and water treatment.
Aerosol
Fein verteilte Tröpfchen in der Luft, z.B. beim Duschen, in Klimaanlagen oder Whirlpools. Aerosole können Legionellen transportieren und bei Einatmung die Legionärskrankheit auslösen. Besonders gefährdet sind Warmwassersysteme mit Temperaturen zwischen 25-45°C.
Aktivkohle
Hochporöser Kohlenstoff mit extrem großer innerer Oberfläche (bis zu 1500 m²/g), der durch Adsorption Schadstoffe aus dem Wasser entfernt. Aktivkohlefilter reduzieren Chlor, organische Verbindungen, Pestizide, Medikamentenrückstände sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe.
Bakterien
Einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern, die sich durch Zellteilung vermehren. Im Trinkwasser können pathogene Bakterien wie E. coli oder Legionellen zu Gesundheitsproblemen führen. Bakterien werden durch UV-C Desinfektion, Membranfiltration oder chemische Desinfektionsmittel abgetötet.
Biofilm
Eine schleimige Schicht aus Mikroorganismen, die sich an feuchten Oberflächen wie Tankwänden, Rohrleitungen oder Armaturen bildet. Biofilm schützt eingeschlossene Bakterien vor Desinfektionsmitteln und dient als Reservoir für Krankheitserreger wie Legionellen. Regelmäßige Systemreinigung ist entscheidend zur Biofilm-Prävention.
Bioverfügbare Nährstoffe
Organische Substanzen im Wasser, die von Mikroorganismen als Nahrungsquelle genutzt werden können. Sie fördern das Wachstum von Bakterien und die Bildung von Biofilm. Quellen sind z.B. Algen, Blätter oder Verunreinigungen im Tank. Aktivkohlefilter können diese Stoffe reduzieren.
Chlor
Weit verbreitetes chemisches Desinfektionsmittel für Trinkwasser. Wirkt schnell gegen Bakterien und Viren, hat aber Nachteile: typischer Geschmack/Geruch, Bildung von Trihalogenmethanen (THM) bei Reaktion mit organischen Stoffen. Aktivkohlefilter können Chlor entfernen.
Coliforme Keime
Gruppe von Bakterien, die als Indikatoren für hygienische Mängel im Trinkwasser dienen. Umfasst E.coli und verwandte Arten. Ihr Nachweis deutet auf fäkale Verunreinigung oder unzureichende Aufbereitung hin. Grenzwert laut TrinkwV: 0 KBE/100ml.
Cryptosporidium
Einzelliger Parasit, dessen Oozysten extrem widerstandsfähig gegen Chlor sind. Verursacht schwere Durchfallerkrankungen (Kryptosporidiose). Wird durch Membranfiltration (Ultrafiltration) oder UV-C Desinfektion zuverlässig entfernt bzw. inaktiviert.
Desinfektion
Die gezielte Abtötung oder Inaktivierung von Krankheitserregern im Wasser. Gängige Methoden sind UV-C Bestrahlung (chemeiefrei), Chlorung oder der Einsatz von Silberionen. Ziel ist die Reduzierung der Keimbelastung auf ein hygienisch unbedenkliches Niveau.
Desinfektionsmittel
Chemische Substanzen zur Abtötung von Mikroorganismen. Im Trinkwasserbereich sind Chlor, Chlordioxid und Silberionen gebräuchlich. Silberionen (z.B. in DEXDA®-Produkten) bieten eine langanhaltende Wirkung ohne den typischen Chlorgeschmack.
Desinfektionsverfahren
Technische Methoden zur Wasserdesinfektion. Man unterscheidet physikalische Verfahren (UV-C Bestrahlung, Erhitzen) und chemische Verfahren (Chlorung, Silberionen, Ozonisierung). UV-C LED Desinfektion gilt als besonders umweltfreundlich, da keine Chemikalien eingesetzt werden.
Durchflussrate
Wassermenge, die pro Zeiteinheit durch ein System fließt, typisch in Liter/Minute (l/min). Wichtig für die Dimensionierung von Filtern und UV-Anlagen. Eine zu hohe Durchflussrate kann die Wirksamkeit von Filtern und UV-Desinfektion reduzieren.
Filtration
Mechanisches Verfahren zur Entfernung von Partikeln, Sedimenten und Mikroorganismen aus dem Wasser durch ein Filtermedium. Je nach Porengröße unterscheidet man Mikrofiltration (0,1-10 µm), Ultrafiltration (0,01-0,1 µm) und Nanofiltration. Moderne Membranfilter können Bakterien zu 99,9999% zurückhalten.
Frischwasser
Sauberes Wasser, das zum Trinken, Kochen oder zur Körperhygiene geeignet ist. In mobilen Anwendungen (Wohnmobil, Boot) wird Frischwasser in Tanks gespeichert und sollte durch Konservierung und Filtration vor Verkeimung geschützt werden.
Kolonie bildende Einheit (KBE)
Maßeinheit für die Anzahl vermehrungsfähiger Mikroorganismen in einer Probe. Eine KBE entspricht einer Zelle oder Zellgruppe, die auf einem Nährmedium eine sichtbare Kolonie bildet. Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung werden häufig in KBE/100ml angegeben.
Konservierungsmittel
Substanzen, die das Wachstum von Mikroorganismen im gespeicherten Wasser hemmen. Silberionen sind das bevorzugte Konservierungsmittel für Trinkwasser, da sie geschmacksneutral, langanhaltend und in der verwendeten Dosierung gesundheitlich unbedenklich sind.
Krankheitserreger
Pathogene Mikroorganismen, die beim Menschen Krankheiten auslösen können. Im Trinkwasser relevante Erreger sind Bakterien (Legionellen, E.coli, Salmonellen), Viren (Noroviren, Rotaviren) und Parasiten (Giardia, Cryptosporidium). Mehrstufige Aufbereitung bietet den besten Schutz.
Membranfiltration
Sammelbezeichnung für Filtrationsverfahren mit semipermeablen Membranen. Je nach Porengröße unterscheidet man Mikrofiltration (0,1-10 µm), Ultrafiltration (0,01-0,1 µm), Nanofiltration und Umkehrosmose. Entfernt Partikel, Bakterien und je nach Typ auch Viren.
Mikroorganismen
Sammelbegriff für mikroskopisch kleine Lebewesen wie Bakterien, Viren, Pilze, Hefen und Algen. Im Trinkwasser können sie gesundheitsschädlich sein oder Geruch, Geschmack und Aussehen des Wassers beeinträchtigen.
Mikroplastik
Kunststoffpartikel mit einer Größe unter 5 mm, die in nahezu allen Wasserquellen nachweisbar sind. Sie entstehen durch Zerfall größerer Plastikteile, Textilabrieb oder Kosmetikprodukte. Membranfilter mit Porengrößen unter 1 µm können Mikroplastik effektiv zurückhalten.
Organische Stoffe
Kohlenstoffbasierte Verbindungen im Wasser, die natürlichen Ursprungs (Huminstoffe, Algen) oder anthropogen (Pestizide, Medikamentenrückstände) sein können. Sie dienen als Nährstoffe für Mikroorganismen und können durch Aktivkohlefilter reduziert werden.
Osmose / Umkehrosmose
Umkehrosmose ist ein Membranverfahren, bei dem Wasser unter Druck durch eine semipermeable Membran gepresst wird. Entfernt bis zu 99% aller gelösten Stoffe inkl. Salze, Schwermetalle und Nitrat. Nachteil: hoher Wasserverbrauch (Konzentrat) und Entfernung auch von Mineralien.
pH-Wert
Maß für den Säure- oder Basengehalt des Wassers auf einer Skala von 0-14. Trinkwasser sollte einen pH-Wert zwischen 6,5 und 9,5 haben. Der pH-Wert beeinflusst die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln und die Korrosivität des Wassers.
Pseudomonas aeruginosa
Opportunistisches Bakterium, das in feuchten Umgebungen wie Wasserleitungen, Duschköpfen und Biofilmen vorkommt. Kann bei immungeschwächten Personen Infektionen verursachen. Resistent gegen viele Desinfektionsmittel, wird durch UV-C zuverlässig inaktiviert.
Reinigung
Entfernung von Schmutz, Ablagerungen und organischen Rückständen aus Wassersystemen. Die Reinigung ist Voraussetzung für eine wirksame Desinfektion, da Biofilm und Ablagerungen Krankheitserreger vor Desinfektionsmitteln schützen können.
Rückspülung
Reinigungsverfahren für Filter, bei dem Wasser entgegen der normalen Fließrichtung durch das Filtermedium geleitet wird. Löst angesammelte Partikel und Verschmutzungen. Bei rückspülbaren Filtern verlängert regelmäßige Rückspülung die Filterstandzeit.
Schwermetalle
Metallische Elemente mit hoher Dichte wie Blei, Kupfer, Quecksilber, Cadmium. Können aus alten Rohrleitungen oder industriellen Einträgen ins Trinkwasser gelangen. Gesundheitsschädlich bei erhöhter Aufnahme. Werden durch Aktivkohle und Umkehrosmose reduziert.
Sediment
Feststoffpartikel wie Sand, Rost, Schwebstoffe und Ablagerungen im Wasser. Sedimentfilter (Vorfilter) schützen nachgeschaltete Feinfilter und UV-Anlagen vor Verschmutzung und erhöhen deren Lebensdauer.
Silberionen
Positiv geladene Silberpartikel (Ag+) mit antimikrobieller Wirkung. Silberionen stören den Stoffwechsel von Bakterien und hemmen deren Vermehrung. In der zugelassenen Dosierung für Trinkwasser gesundheitlich unbedenklich und geschmacksneutral.
Stagnation
Stillstand des Wassers in Leitungen bei längerer Nichtnutzung. Fördert Bakterienwachstum, Biofilmbildung und Auslaugung von Rohrwerkstoffen. Nach Stagnation (z.B. Urlaub) sollte das Wasser ablaufen gelassen werden, bevor es als Trinkwasser verwendet wird.
Systemdesinfektion
Vollständige Desinfektion des gesamten Wassersystems inklusive Tank, Leitungen, Armaturen und Boiler. Wird bei Erstinbetriebnahme, nach Kontamination oder saisonaler Einlagerung empfohlen. Produkte wie DEXDA® Complete kombinieren Reinigung und Desinfektion.
Systemreinigung
Gründliche Reinigung aller wasserführenden Komponenten zur Entfernung von Biofilm, Kalkablagerungen und Verschmutzungen. Sollte vor der Systemdesinfektion erfolgen und regelmäßig (mindestens jährlich) durchgeführt werden. DEXDA® Clean löst hartnäckigen Biofilm effektiv.
Trinkwasser
Wasser, das für den menschlichen Genuss geeignet ist und den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entspricht. Es muss frei von Krankheitserregern sein, darf keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten und muss sensorisch einwandfrei (Geschmack, Geruch, Farbe) sein.
Trinkwasserverordnung (TrinkwV)
Deutsche Rechtsverordnung, die die Qualitätsanforderungen an Trinkwasser festlegt. Sie definiert mikrobiologische und chemische Grenzwerte, Untersuchungspflichten und Maßnahmen bei Grenzwertüberschreitungen. Für mobile Anwendungen gilt sie bei gewerblicher Nutzung.
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